• Ortler Hintergrat

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Ortler Hintergrat

Diese superschöne Überschreitung des Ortlergipfels gehört zu den ganz großen Touren in den Ostalpen! Man steigt über den langen Hintergrat zum Ortler auf und über den Normalweg - vorbei an der Payerhütte - ab. Die Tour verlangt aber sicheres gehen im Fels bis zum dritten Schwierigkeitsgrad - kurze Stellen im 4ten Grad sind durch Ketten usw. entschärft worden und A0 machbar. Aber auch der Abstieg über den Normalweg sollte nicht unterschätzt werden. Auch hier sind einige steile Schnee und Firnflanken abzusteigen und kurze Kletterstellen bis zum 3. Grad zu überwinden. Besonders die Länge des Abstieges hat es in sich.

Anreise

Über den Reschenpaß oder über Bozen und Meran ins Vintschgau und bei Sponding in Richtung Stilfserjoch bis zur Abzweigung nach Sulden in Gomago. Nun weiter bis nach Sulden, durch den Ort bis zur Talstation der Seilbahn am Talschluss. 

Ausgangspunkt

Hintergrathütte

Aufstieg

Von der Hütte geht es auf ausgetretenem Pfad entlang des Moränenrückens bis an die ersten Felsen. Rechtshaltend über leichten Fels hinauf in ein Schutt bzw Firnkar. Über dieses nun immer höher und das letzte Stück über eine schwach ausgeprägte Rinne (Achtung Steinschlaggefahr!!!) höher. In leichter Kletterei (2) geht es jetzt weiter bis auf den Grat zum 1. Firn.- bzw. Eisfeld. Hier betritt man den eigentlichen Hintergrat und der Signalkopf ist schon sichtbar. Wir folgen jetzt dem Firnfeld und anschliessend dem Grat bis kurz vor den Signalkopf, den man links über eine schmale abwärts führende Rampe (Vorsicht bei Vereisung!!) in leichter Kletterei umgehen kann.  Jetzt über ein waagrechtes Band wenige Meter um zum Fuß des so umgangenen, überhängend abbrechenden Turmes. Nach wenigen Metern folgt der nächste Aufschwung, die Schlüsselstelle. Eine abdrängende Rißverschneidung hinauf (6 mtr IV, 3 H, 1 Kette, kann A0 geklettert werden), dann leichter 10 Meter zu einem weiteren Riß (7 Meter III) auf den nächsten Turm wo man an einer Köpfelschlinge Stand machen könnte. Jetzt wieder etwas leichter höher bis zum 2. Firn.- oder Eisfeld (40°, bei Vereisung heikel), dieses hinauf bis zum nächsten Felsaufschwung. Hier wartet die 2. 4er Stelle, welche allerdings relativ problemlos zu klettern war. Endlich haben wir jetzt das Gipfelkreuz direkt vor Augen und nach einigen Metern  in leichter Kletterei stehen wir am höchsten Punkt.

Abfahrt

Über Gipfelplateau zunächst nach Süden, dann in weitem Rechtsbogen nach Westen (Beginn der Spalten) über eine steile oft blanke Flanke zum Lombardi Biwak. Jetzt über eine Felsrinne (kurz 3+) abklettern und durch das "Bärenloch" (Vorsicht Seracs!) in eine Scharte. Hier geht es wieder über den Felsgrat (Stellen bis 3+) und zum Schluss über eine steile Schlusswand welche mit Ketten gesichert ist abwärts.  Jetzt entlang einer  Südseitigen Flanke tiefer um dann wieder auf eine Scharte aufzusteigen wo wir in die NW- Flanke der Tabarettaspitze (oft vereist) wechseln. Die Payerhütte ist jetzt schon gut sichtbar und wir erreichen diese nach wenigen Minuten.

Von der Payerhütte westlich weiter den Grat hinab bis sich der Weg wieder nach rechts wendet und durch die Nordflanke (bei Betrieb steinschlaggefahr) wieder ostwärts zu Tabarettahütte führt. Auf dem Wanderweg weiter unter der Nordwand hindurch zum Langesteinlift hinüber, oder über einen Wanderweg weiter bis zum Parkplatz.

Fakten

  • Dauer: Sommer, Herbst
  • Höhen Unterschied: 1250
  • Exposition: Ost
  • Schwierigkeit: 3-4
  • max. Gefälle: 40
  • Seehöhe Ausgangspunkt: 2661
  • Seehöhe Ziel: 3905
  • Beste Zeit (Saison): Sommer/ Herbst
  • Gebirge: Ortler Alpen
  • Gebiet: Suldental

Ausrüstung

  • Steigeissen
  • Gletscher Pickel
  • Hüftgurt
  • Seil
  • Helm

Bilder

Zusatzinformationen

Kommentare

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